Von der Gussform zum Bronzeobjekt
Archäologisches Museum Karmelitergasse 1, 60311 Frankfurt
Im Workshop wird Teilnehmer:innen ab 12 Jahren in Theorie und Praxis vermittelt, wie ein Metallguss seit der späten Jungsteinzeit bzw. Kupfersteinzeit ein Metallguss durchgeführt wird und welche Entwicklungsschritte bis zum Guss von legiertem Kupfer in der Bronzezeit notwendig waren. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren dürfen nur in Begleitung einer erwachsenen Personen teilnehmen.
Die Mitmachenden arbeiten mit selbst gestalteten Gussformen am offenen Feuer und vollziehen am Beispiel archäologischer Originale alle handwerklichen Arbeitsschritte, die dafür notwendig waren, nach: Wie stellt man eine zweiteilige Gussform her? Wie legt man einen Gusskanal an? Was muss nach dem Metallgut nachgearbeitet werden?
Mit dem eigenen Know-how aus dem ersten Tag und einem aus Zinn gegossenem Objekt geht es in den nächsten Tag. Bronze ist DAS Hightech-Produkt der Vorgeschichte – eine hoch anspruchsvolle Legierung aus Kupfer und Zinn, die bei 1250 Grad Celsius geschmolzen und in komplexe Formen gegossen wird. Die neuen fast unbegrenzten Möglichkeiten der Metalle revolutionierten die Welt vor über 4000 Jahren und die Gesellschaften der damaligen Zeit.
Im zweiten Teil des Workshops erarbeiten die Teilnehmenden die theoretischen, aber vor allem die praktischen Grundlagen, angefangen vom passenden Legieren über den korrekten Formenbau im Sandgussverfahren bis hin zum optimalen Bestücken und Beheizen des Schmelzofens mit Holzkohle und Schmelztiegel. Am Ende entsteht ein kleines Bronzeobjekt, welches durch Sägen, Feilen, Schleifen und Polieren entsprechend nachbearbeitet werden kann.
Hinweise: Es wird regengeschützt auf dem Außengelände am offenen Feuer und mit flüssigem Metall gearbeitet. Festes Schuhwerk und lange Hosen sind erforderlich. Nur Kleidung aus Naturfaser und keine Kunstfasern, Fleece o.ä.!
Der Workshop findet am 13. und 14. Juni statt, Samstag 10 bis 17 Uhr, Sonntag 10 bis 16 Uhr. Die Teilnahmegebühr beträgt 170 Euro inklusive Material.
Interessierte melden sich bitte per E-Mail unter fuehrungen.archaeologie@stadt-frankfurt.de an.


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