Dagmar Schuldt: Archäologie der Gedanken
Archäologisches Museum Karmelitergasse 1, 60311 Frankfurt
© Sina Schuldt
Fliesenfragmente, Dagmar Schuldt
Aus welchen Fragmenten entsteht unsere Erzählung von Geschichte – und wie prägt Erinnerung unsere Zukunft? Mit der Ausstellung „Archäologie der Gedanken – Von der Kunst des Sichtbaren und Unsichtbaren“ zeigt das Haus eine Einzelausstellung der in Hamburg lebenden Künstlerin Dagmar Schuldt. Das genreübergreifende Projekt verbindet das Museum mit dem südwestlichen Stadtraum, insbesondere mit Niederrad und dem Frankfurter Stadtwald.
Die Künstlerin untersucht in ihren Arbeiten seit vielen Jahren die Konstruktion und Wirkung unserer Wahrnehmung von Geschichte und Erinnerung. In Frankfurt verdichtet sie diese Fragestellungen zu einer künstlerischen Topografie, in der urbane und landschaftliche Orte als Wege- und Gedankennetz erfahrbar werden.
„Diese Ausstellung ist nicht nur ein Ereignis für das Archäologische Museum, sondern ein Angebot an die gesamte Stadt. Sie lädt uns ein, bekannte und auch unbekanntere Orte mit neuen Augen zu sehen, den Stadtraum als Erinnerungslandschaft zu begreifen und im gemeinsamen Gehen, Schauen und Nachdenken neue Verbindungen zu schaffen.“
(Stadträtin Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft)
© Sina Schuldt
Stempel mit Stadtbild, Dagmar Schuldt
Im Eingangsbereich und Foyer des Museums laden Stempelpunkte zu einer interaktiven Erkundung ein. Sieben von Schuldt ausgewählte Geopunkte im Stadtgebiet markieren historische Verweise, die Besucherinnen und Besucher mithilfe einer Kunstlandkarte aufsuchen können. Durch Stempelabdrücke entsteht so ein individuelles Erinnerungsdokument – zugleich Kunstwerk, Andenken und Anreiz für eine analoge Wanderung.
Ein weiterer Höhepunkt der Ausstellung ist das sieben Meter lange Bodenmosaik „Gedankengang“, das im ehemaligen Chorraum des Karmeliterklosters präsentiert wird. Aus historischen Fliesenfragmenten zerstörter Häuser entstanden Zeichnungen in blauer Glasurfarbe, die persönliche Erinnerungen der Künstlerin mit kollektiven Geschichtsschichten verweben.
Die Ausstellung kann vom 10. September bis zum 31. Mai besucht werden.
Eintritt: Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahre kostenfrei, Erwachsene 8 Euro
Öffnungszeiten: Di - So 10 - 18, Mi bis 20 Uhr, an Feiertagen abweichend
© Dagmar Schuldt

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