Medien

Fake News

KW · 09.10.2017

Fake News, Falschmeldungen, es vergeht wohl kein Tag, an dem dieser Begriff nicht zu hören ist. Aber was genau bedeutet er und wie erkläre ich meinem Kind was das ist, wie man eine Falschmeldung erkennt und warum es sie überhaupt gibt.
„Fake News“ im engeren Sinne sind vor allem bewusst gestreute Falschmeldungen, mit dem Ziel Meinungen zu beeinflussen, Angst und Hass gegenüber bestimmten Personengruppen zu schüren oder auch schlicht um Geld mit einer höheren Clickrate oder Kettenbriefen zu verdienen. Dafür wird die Nachricht möglichst wirksam inszeniert, um eine hohe Verbreitung zu erzielen. Um dies zu erreichen wird oft an aktuelle Ereignisse angeknüpft, um Aufmerksamkeit zu erregen, die Angst vor Geschehnissen ausgenutzt oder versucht durch Nennung von bekannten Quellen Seriosität zu vermitteln.
Was können Eltern tun, um Kinder zu unterstützen Nachrichten richtig einordnen zu können? Als allererstes, im Gespräch bleiben. Schon früh mit den Kindern über das Weltgeschehen sprechen und ihnen dabei helfen Nachrichten und Meinungen richtig einzuordnen und zu hinterfragen. Ist der Beitrag einseitig oder vermittelt er verschiedene Perspektiven? Sind Informationen schon als Fake News entlarvt worden und wird vor ihnen von anderen bereits gewarnt? Dies kann auf Portalen wie mimika.at geprüft werden, die über Falschmeldungen aufklären. In diesem Zusammenhang auch das Bewusstsein schaffen, dass Informationen nur weil sie oft geteilt wurden, nicht unbedingt stimmen müssen. Hilfreich ist es auch Alternativen zu Google, Facebook und Co. anzubieten, die geprüfte und altersgerecht aufbereitete Informationen liefern. Beispiele hierfür sind logo!, der Kinderradiokanal, news4kids.de oder Kindersuchmaschinen wie blinde-kuh.de, fragfinn.de und helles-koepfchen.de.
Wie können Kinder erkennen, dass Informationen möglicherweise unseriös sind? Zunächst auf Anzeichen wie reißerische Überschriften oder schockierende Aufnahmen achten. Manchmal werden Überschriften von Artikeln aus seriösen Quellen gegen drastische oder irreführende ausgetauscht. Um das zu überprüfen, kann man die zu prüfende Überschrift kopieren, in Anführungszeichen setzen und so bei einer Suchmaschine eingeben. Wenn diese dann keine seriösen Treffer erzielt, ist sie manipuliert worden. Die Quelle der Nachricht prüfen, geht auch bei Bildern und Videos. Die Bildquelle lässt sich mit der Google-Bildersuche (images.google.com) zurückverfolgen. Das fragliche Bild dazu hochladen oder direkt in die Suchleiste ziehen. Dabei untersucht Google das Bild einschließlich des Dateinamens und zeigt dann Webseiten an, auf denen dieses oder ähnliche Bilder zu finden sind. Nachträgliche Bildbearbeitungen oder Montagen lassen sich durch ein Hineinzoomen in Bilder aufdecken, wenn dann verschwommene Flächen oder Farbverläufe zu sehen sind. Bei Videos ist es hilfreich auf Upload-Datum, Absender und Kommentar zu achten.
 

Mehr Informationen zum Beispiel bei

www.sogehtmedien.de von ARD und ZDF.
 
Hier werden Jugendlichen Tipps und Clips angeboten, die ihnen helfen sollen, Fake News zu erkennen.

 

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